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2024 Lubaga Uganda

Neue Baby-Tagesstätte

Hintergrund
Das Lubaga Hospital hat aktuell (2024) 567 Mitarbeiter beschäftigt, von denen 67% Frauen sind. Die Pflegeabteilung ist die größte Abteilung im Krankenhaus, hier ist über 85 % des Pflegepersonals und der Hebammen und Geburtshelfer weiblich.

Das Lubaga Hospital hat sich zum Ziel gesetzt, Arbeitsplätze familienfreundlicher zu gestalten, um Mitarbeiterinnen insbesondere nach der Geburt besser zu unterstützen und gute Kräfte langfristig an das Haus zu binden. Das Krankenhaus bietet seinen Mitarbeiterinnen bereits heute 90 Arbeitstage Mutterschaftsurlaub nach der Geburt eines Kindes. Dies gibt den Müttern ausreichend Zeit, sich um ihre Neugeborenen zu kümmern. Nach Ablauf dieser Zeit ist aber in vielen Fällen – insbesondere in Kampala, wo Großfamilien oft nicht vorhanden sind – eine Unterstützung erforderlich, da die meisten Mütter gezwungen sind, mit ihren Babys eigentlich wieder zu arbeiten.

Vor diesem Hintergrund betreibt das Lubaga Hospital eine vom Verein einst initiierte und finanzierte Kindertagesstätte mit Erzieherinnen und eine einfache Babytagesstätte, in der sich ein Kindermädchen um die Babys kümmert. Dies ermöglicht es den Müttern, ihre Babys während den Arbeitspausen zu stillen. Selbst in ihrem derzeitigen baufälligen Zustand beherbergt sie durchschnittlich noch 10 Babys pro Tag. Der Bedarf ist aber wesentlich höher. Die Kindertagesstätte für die vielen größeren Kinder ist in der Zwischenzeit ebenfalls baufällig und schlecht eingerichtet, das wäre für die kleinen Babys zu unsicher. Für die größeren Kinder ist diese Tagesstätte aber noch hinnehmbar. Auch Spielzeug und Vorschulmaterial sind ausreichend vorhanden.

Problem
Die Babytagesstätte des Krankenhauses Lubaga passt absolut nicht zu dem Ziel von Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch die Hospital-Unterstützung. Es spricht für sich, dass immer mehr Mitarbeiterinnen sich aufgrund der desolaten baulichen Situation gegen diese Möglichkeit der Unterbringung entscheiden, obwohl sie auf ihren Verdienst angewiesen sind. Der Zustand des Gebäudes ist wirklich so baufällig und die wenigen Möbel alt, unergonomisch und rissig, so dass Babies bereits Holzspreisser bekamen. Die Böden aus Zement sind abgenutzt und für Kinder nicht geeignet, darauf zu kriechen, krabbeln oder zu spielen. Stattdessen sind die Oberflächen eine Infektionsquelle für Kinder, weil sie nur unzureichend gereinigt werden können. Es gibt keine Geräte, geschweige denn bequeme Babybetten, und so sind die Babys Infektionen, schlechter Belüftung und möglichen Verletzungen ausgesetzt. Auch das Wickeln auf kleinen Ersatztischen ist gefährlich.

Aufgrund dieser Gefahren sind die MitarbeiterInnen, die sonst die Dienste dieser Babytagesstätte in Anspruch nehmen würden (aber nicht in der Lage sind, Alternativen wie Hausmädchen zu zahlen), unruhig, weil sie große Bedenken und Sorgen haben, während sie arbeiten. Das wirkt sich oft spürbar auf die Qualität der Versorgung der Patienten aus. Noch ein letzter persönlicher Satz vom Geschäftsführer: „Ich habe selbst 6 Kinder, und ich möchte eigentlich diesen Zustand nicht länger verantworten“.

Beschluss der Klinikleitung
Die Klinikleitung und der Aufsichtsrat wollen die Kindertagesstätte renovieren und so einrichten dass man auch die Babys dort sicher unterbringen kann. Eine sichere Umgebung für die Babys ist ein Grundrecht und wird auch die Mütter stark motivieren, sich gut um die ihnen anvertrauten Patienten zu kümmern. Wenn Partnerschaft Gesunde Welt hier nicht unterstützen kann, benötigt das Hospital noch Jahre, um dieses Ziel zu realisieren. 10% der Projektsumme könnte das Hospital dieses Jahr bereits beisteuern.

  •  Projektziele, -maßnahmen
  • Umbauarbeiten: verbesserte Belüftung und Beleuchtung,
  • Platz für Kindertoiletten (Kindertagesstätte)
  • Platz für Fütterungsbereich, Spielbereich und
  • Toiletten für das Personal der Kindertagesstätte incl. Mütter
  •  Babywaschräume und Raum für Wickeltische
  • Verbesserung von Wänden und Decken inkl. Malerarbeiten
  • Babybetten, Kleiderschränke und periphere Möbel wie Wickeltische etc.
  • Böden mit leicht zu reinigenden, keim-/bakterienrückhaltenden Teppichen (PGW schlägt hier aus Erfahrung Fliesenböden vor. Teppiche im Kinderbereich sind schwer zu reinigen. Es gibt keine Staubsauger und keinen Teppichshampoo/ Hygiene!)
  • Projektergebnisse
  • Verbesserte Kinderbetreuung
  • Verbesserte Patientenversorgung durch sicheres und zufriedenes Personal
  • Verbesserung der Work-Life-Balance der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen
  • Bindung der MitarbeiterInnen an das Hosital
  • Projektbudget
Umtausch (Euro in UGX): 4.000
HaushaltspostenVoraussichtliche KostenHaushaltsvermerk
UGXEURO
1Umgestalten35,040,0008,760.00Kosten für Renovierung, Wände, Boden und Decke inkl. Malerarbeiten
2Klempnerarbeiten8,510,4002,127.60Babywaschräume, Toiletten
3Elektrische Arbeiten4,819,2001,204.80Verbesserte Beleuchtung
4Ausstattung18,520,0004,630.00Babybetten, Kleiderschränke und Peripheriemöbel
5Ausrüstung9,407,3002,351.83Wickeltische, Lauflernhilfen, Wärmebettchen
6Andere3,703,100925.78Sonstige Nachkalkulation/ Puffer
Gesamt80,000,00020,000.00 
Förderanträge beim Landkreis Böblingen und beim Klinikverbund Südwest wurden gestellt. Das werden aber maximal 3.200 €, unserer Einschätzung nach. Wir brauchen also Ihre Spenden.
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