Betreuung von drei Krankenschwestern aus Uganda

Frances und Leticia bei den Hausaufgaben
Nach 8 Stunden Deutsch Intensiv darf Frau der Schlaf übermannen
In der Mitte Lehrerin, Seelsorgerin und Organisatorin E. Heilmann
Die drei Ladies beim lernen
Frances
Margret
Leticia

Frances Nantongo, Margret Mpagi und Leticia Namuleme sind drei gestandene Krankenschwestern aus unserem Partnerkrankenhaus Rubaga in Uganda. Frances ist 52 Jahre alt, verwitwet und hat einen Sohn, der Informatik studiert. Margret hat drei Kinder, das jüngste erst sieben Monate alt. Sie ist verheiratet und 37 Jahre alt. Leticia ist mit ihren 34 Jahren die jüngste und ledig. Für alle drei sind die zwei Jahre Fortbildung in Deutschland im Klinikverbund Südwest ein Abenteuer, bei dem sie jede Stunde Neues erfahren und erleben. Das beginnt bei dem ungewohnten Essen und der ungewohnten Temperatur (die drei frieren laufend) und hört bei den Eindrücken, die sie von ihrer Umgebung gewinnen, nicht auf. Dass die Menschen bei uns nicht so fröhlich und glücklich wirken wie in Uganda, obwohl es ihnen materiell und gesundheitlich viel besser geht, dass so viele rauchen und ihre Gesundheit damit ruinieren, dass Frauen Fahrrad fahren, aber auch unsere Einstellung zu Toleranz, Freiheit, Liberalismus und sozialen Netzwerken erstaunt sie bei jedem Gespräch erneut. Ein Schwuler ist bei uns Außenminister. In Uganda säße er im Gefängnis - vor kurzem wollte die Regierung noch die Todesstrafe einführen. Fazit: Jede Diskussion mit den drei ist interessant. 
 
Unserem Vereinsmitglied Edwina Heilmann ist nun die nahezu unglaubliche Aufgabe als Lehrerin gelungen, den drei Krankenschwestern in nur 10 Wochen genügend Deutsch-Basis-Wissen beizubringen, dass sie seit 04.10.2011 unseren Kurs für Operationstechnische Assistentinnen besuchen können. Sie verstehen zwar noch nicht jedes Wort, aber es wird täglich besser und ihre Berufserfahrung schließt manche "Wort-Lücke".

Nach zwei Jahren werden sie in Uganda als Multiplikatoren tätig. Wir hoffen, damit einen kleinen Beitrag zu leisten, dass weniger Menschen bei Operationen oder bei der Geburt sterben. Frau Heilmann hat sich oft auch abends und am Wochenende in ihrer Freizeit um die Damen gekümmert. Seit 04.10. gibt es Deutsch-Unterricht nur noch sporadisch, sofern nötig.

Frances, Margret und Leticia sind auf jeden Fall immer noch hoch motiviert.

Mitglieder unseres Vereines können die Damen gerne mal ins Kino, zum Kaffee oder auf eine kleine Besichtigungstour einladen.