Fortbildung in Kampala

Bild v.l.n.r.: Vereinsvorsitzender Wolfgang Fischer, Vorstandsmitglied und Krankenschwester Regina Reinauer-Glahn, Geschäftsführerin Klinikverbund Südwest Dr. Elke Frank, 2. Vorsitzender und Chefapotheker Heiner Stepper und Filialdirektor Vereinigte Volksbank Martin Lenz
Beamer und Laptop sind auch schon im Einsatz im Hospital

Pressemitteilung 21.06.2012

Spenden ermöglichen Schulungen vor Ort

Der Verein „Partnerschaft Gesunde Welt – Klinikverbund Südwest e.V.“ wurde vor 10 Monaten gegründet und hat heute bereits über 100 Mitglieder. Er unterstützt Partnerkrankenhäuser des Klinikverbundes Südwest, verwirklicht aber auch eigene Projekte. Die Volksbank Sindelfingen unterstützt ihn nun.

Die Zusammenarbeit zwischen Klinikverbund und Verein ist bereits heute eine geglückte soziale Symbiose. Der Klinikverbund stellt Mitarbeiter frei, die dann ehrenamtlich und teilweise auf eigene Kosten in Afrika arbeiten. Der Verein organisiert und finanziert teilweise den Einsatz. Andererseits betreuen Mitglieder des Vereins Menschen aus anderen Ländern, die im Klinikverbund hospitieren. Der Verein organisiert auch Einsätze von Hospitanten des Klinikverbundes in Afrika, wie 2012 eine Famulantin oder eine Krankenpflegeschülerin. Für den Klinikverbund soll die Zusammenarbeit mit dem Verein auch bei der Personalgewinnung helfen, da insbesondere junge Ärzte gerne vier Wochen in Afrika „an der Basis“ arbeiten. Trotz seiner „Jugend“ organisierte der Verein bereits beispielsweise den Bau von acht Solaranlagen auf zwei Krankenhausdächern in Uganda, vermittelte OP-Material im Wert von 2.000 Euro nach Mauretanien oder neue Zahnziehzangen in den Sudan.

Am 21. Juni konnte der Filialdirektor der Sindelfinger Volksbank, Martin Lenz, einen Scheck des GewinnSparvereins in Höhe von 800,-- für ein neues Projekt überreichen.

Der 1. Vorsitzende des Vereins, Wolfgang Fischer und Heiner Stepper, der 2. Vorsitzende, erläutern, dass sie bei ihrem Besuch in Uganda Anfang des Jahres festgestellt haben, dass es u. a. an präventiven Schulungsmaßnahmen – insbesondere im mobilen Einsatz in ärmeren Gegenden mangelt. Ein Jeep des Partnerkrankenhauses fährt zwar in die Slums, um wenigstens punktuell zu helfen, viele Menschen sterben aber durch Unwissen. Man spürt den beiden Vorsitzenden immer noch ihre Betroffenheit an, als sie Einzelbeispiele von der Fahrt schildern.

Konkret sollen nun Ärzte und Pfleger vom Klinikverbund (als nächste Dr. Sabine Oestreicher und Regina Reinauer-Glahn) in Uganda mit dem gespendeten Laptop und dem Beamer Fortbildungsveranstaltungen durchführen. Geplant sind Diabetes-, Sonografie-  und Malaria-Prophylaxe-Schulungen (immer noch eine der häufigsten Todesarten neben AIDS und Blutvergiftungen) für Ärzte, die diese Schulungen dann anschließend selbst durchführen werden. Vorher gibt es eine Schulung „Lehren lernen“, da die Ärzte dort derzeit sehr „langweilige“ Präventiv-Schulungen bei gefährdeten Bürgern durchführen. Das soll, auch durch Muster-Powerpoint-Vorlagen, geändert werden.

Geschäftsführerin Dr. Elke Frank freut sich über die engagierte Zusammenarbeit zwischen Klinikverbund, Verein und der Volksbank Sindelfingen. Sie informierte auch über den Beschluss der Projektgruppe „Dritte Welt“ des Kreistags Böblingen, dem Partnerschaftsverein weitere 1.200 Euro für die Anschaffung eines medizinischen Gerätes zu gewähren. Mit dem Gerät kann im Rahmen einer Therapie die AIDS-Übertragungsrate von Schwangeren auf ihre Neugeborenen von fast 30% auf unter 2% gesenkt werden.